Sie sind hier: Software

Tim7- Lernkarteikasten

 
Von: Stefan Juretzki
 

Sebastian Leitner beschreibt in seinem Buch „So lernt man lernen“ effektive Methoden und Techniken des Lernens. Eine vorgestellte Methode ist die „Lernmaschine“: Dabei handelt es sich um einen Karteikasten, der in Fächer unterteilt ist. Zu Lernbeginn befinden sich alle Karteikarten bspw. mit zu lernenden Vokabeln, Mathematikformel, o.ä. im ersten Fach des Karteikastens. Die Karten werden sequentiell durchgearbeitet und während richtig gemerkte Vokabeln oder verstandene Mathematikformeln ins nächste Fach wandern, müssen falsche Antworten im ersten Fach verbleiben. Somit stellt jedes Fach innerhalb des Karteikastens ein Kenntnisniveau dar. Die Vorzüge dieser Lernmethode sind, dass der Schüler eine unmittelbare Lernkontrolle zu jeder Aufgabe hat und die Lernerfolge direkt sichtbar sind. Darüber hinaus wird die aufgewendete Zeit auf ein Minimum reduziert, da nutzlose Wiederholungen vermieden werden.
In seiner Edutainment-Reihe Tim7 bietet die digital tainment pool GmbH eine digitale „Tim7-Lernkartei“ an, die nach dem Prinzip des Psychologen Sebastian Leitner funktioniert. Allerdings muss man diese Lernkartei nicht erst noch mit Karten füttern, sondern mit dem Programm werden direkt mehr als 600 Karteikarten mit schulrelevanten Fragen, und natürlich auch Antworten, mitgeliefert. Die Fragen kommen aus den Bereichen Deutsch (grammatische Grundbegriffe, Übungen zur neuen Rechtschreibung, Sprichwörter, etc.), Mathematik (Begriffe, Kopfrechenaufgaben, logische Denkaufgaben) und Englisch (Vokabeln) für das dritte und vierte Schuljahr.
Nach Programmstart kann der Schüler den Bereich auswählen, den er bearbeiten möchte und schon werden ihm Fragen präsentiert. Dazu erscheinen die Fragen auf dem Monitor und werden vorgelesen. Die Antworten müssen entweder im Multiple-Choice-Verfahren oder über Tastatureingaben beantwortet werden. Ob die Lösung korrekt ist, teilt das Programm direkt mit und sortiert die Karte ins entsprechende Fach ein. In einer Statistik wird hinterlegt, wie der Wissensstand innerhalb der jeweiligen Lernrubrik ist.
Über ein umfangreiches Optionsmenü kann die Lernkartei den Bedürfnissen der Schüler angepasst werden, bspw. ob die Karten zufällig vorgelegt werden sollen oder „intelligent“, d.h. das Programm legt falsch beantwortete Karten häufiger vor. In den Optionen können auch eigene Lernrubriken und eigene Fragen inkl. Antworten hinterlegt werden. Während die Bedienung der Lernkartei kinderleicht ist, sollten die Einstellungen im Optionsmenü von Erwachsenen/ LehrerInnen vorgenommen werden, da hier etwas theoretisches Hintergrundwissen und ein Blick ins Handbuch bzw. die Online-Hilfe nötig ist.
Wenn mehrere Kinder gleichzeitig mit der Lernkartei arbeiten möchten, bietet das Programm einen Quizmodus, bei dem bis zu vier SpielerInnen zusammen die Kartei durcharbeiten können. Jedem Spieler wird ein Buchstabe auf der Tastatur zugeordnet und wer bei der Frage am schnellsten drückt, darf die Frage beantworten. Diese quizartige Lernmethode motiviert die Kinder sich mit den Lerninhalten zu beschäftigen.
Fazit: Laut Sebastian Leitner, der die „Lernmaschine“ konzipiert hat, gibt es keine schlechten Schüler, sondern nur miserable Lernmethoden. Mit dem digitalen Tim7-Lernkarteikasten bekommen SchülerInnen eine zeitgemäße Möglichkeit erfolgreich zu lernen. Die große Auswahl an mitgelieferten Themen, die Möglichkeit eigne Karteikarten anzulegen und die vielen Anpassungsoptionen, machen ein variables System aus dem Programm.


Preis: 35,99 EUR
Hardware: PC
Systemvor. Windows: Pentium 200, 64 MB RAM, Windows 98/ ME/ 2000/ XP, Highcolor-Grafikkarte, 256 Farben, 4x CD-ROM, Maus, Tastatur
ISBN: 3-936358-74-5
Bestell-Nummer: 97001224
Bezugsquelle: Im Fachhandel
Rezension von: Stefan Juretzki

dtp digital tainment pool GmbH