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Autos bauen mit Willy Werkel

 
Von: Stefan Juretzki
 

Willi Werkel wohnt mit seinem Hund, dem Boxer Buffa, an einem See in der Nähe eines Steilhangs. Willy ist gesegnet mit einer Sammelleidenschaft. Er sammelt alte Sachen, Schrott und Krimskrams. Aus diesem Sammelsurium an Schrottteilen will sich Willy ein Auto bauen und damit ans Ende der Welt zu gelangen. Fragt man Willy, so gibt es eigentlich keinen Schrott, denn Schrott sind prima Sachen, aus denen man etwas Neues machen kann. Und was man alles aus dem Schrott machen kann, der rings um die Werkstatt von Willy Werkel verteilt ist, bestimmt alleine die Fantasie des Spielers. Vorgegeben wird einem nur das Fahrgestell, sozusagen das Skelett, an das nun nach und nach etwas "Fleisch" muss. Dieses findet man auf den diversen Schrottplätzen. Hier kann man sich nach Herzenslust bedienen und erst mal alles was einem gefällt und an ein Auto passt in die Werkstatt schaffen. Die Steuerung erfolgt ganz einfach per Drag und Drop. Man zieht also den ausgewählten Gegenstand auf die Tür der Werkstatt und schon wandert das Ersatzteil vom Schrottplatz in die Werkstatt. Die Montage der Einzelteile vollzieht sich auf die gleiche Weise.
Hat man dann sein eigenes Auto kreiert, kann man dieses auf seine Fahrtauglichkeit überprüfen. Sollten mal wichtige Teile, wie beispielsweise ein Tank fehlen, dann steht Willy mit fachmännischem Rat und Tat zur Seite. Springt der Wagen nach einigen Korrekturen an, dann kann man durch die Landschaft fahren. Die Navigation zu den einzelnen Orten erfolgt aus der Vogelperspektive. Doch es ist kein planloses Fahren durch die Stadt gefragt, sondern dem Spieler werden unterschiedliche Aufgaben gestellt. Da ruft zum Beispiel Fiete Ferrum vom Schrottplatz an und berichtet, dass sein Hund weggelaufen ist. Nun heißt es rein ins Auto und die Ortschaften nach dem Ausreißer absuchen. Auf der Suche erkennt man schnell, dass das selbstgebaute Auto nicht allen Anforderungen des Straßenverkehrs gewachsen ist. So kann man beim besten Willen nicht über einen Hügel fahren, weil er zu steil ist. Oder die Schlaglöcher auf der Straße sind Gift für die zwar sehr schönen, aber halt nicht sehr stabilen Speichenräder. Also geht es wieder zurück zur Werkstatt und dort sucht man den Schrottplatz nach brauchbaren Teilen ab, mit denen man das Auto erweitern bzw. verändern kann. Neben seiner "konstruktiven" Tätigkeit muss der Spieler also auch noch Aufgaben im Spielverlauf lösen, die einen immer wieder dazu zwingen an seinem Auto zu schrauben. Doch die Mühe wird mit neuen Schrottteilen belohnt, die das Herz von Willy Werkel höher schlagen lassen. Apropos Herz: sogar die Liebe findet Einzug in das Spiel. Willys heimlicher Schwarm, die Dorflehrerin, braucht Willys Hilfe, um ihr Kätzchen aus dem Baum zu holen. Dafür muss das Auto natürlich wieder umgebaut werden.
Fazit: Willy Werkel hat vom Kinder- Software- Ratgeber die Höchstwertung (6 Mäuse) bekommen. Zu recht, denn das Spiel besticht durch seine leichte Handhabung und sein Abwechslungsreichtum. Dem Spieler werden ständig neue Aufgaben gestellt und Willy Werkel, gesprochen von Peter Lustig (Löwenzahn), greift einem bei Bedarf unter die Arme, damit man die Lösung findet. Das Spiel ist für Kinder ab 6 Jahren geeignet, wird aber bestimmt auch bei dem ein oder anderem Papi auf reges Interesse stoßen. Wir wünschen allen eine gute Fahrt und immer eine Handvoll Benzin im Tank.


Preis: 26,- EUR
Hardware: PC und MAC
Systemvor. Windows: Pentium Prozessor, 16 MB RAM, Soundkarte, Grafikkarte 640x480 bei 256 Farben, 8x CD-ROM, WIN 3.1/ 95 bzw. 98
Systemvor. MAC: 68040 Prozessor oder Power Mac, 16 MB RAM,Grafikkarte 640x480 bei 256 Farben, 8x CD-ROM, System 7.1 oder h?her
Rezension von: Stefan Juretzki

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