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Raumstation Mathematik

 
Von: Stefan Juretzki
 

Die Raumstation Mathematik lädt zu einer Reise in die Welt der Zahlen und anderen naturwissenschaftlichen Bereichen auf Kosminus ein. Die Bewohner von Kosminus haben die Welt der Mathematik entdeckt. Sie haben erkannt, wie wichtig die Mathematik für ihren Planeten sein kann. Daher wollen sie die Geheimnisse der Mathematik ergründen und haben einen Hilferuf ins All gesandt, um alle Bewohner der Galaxie zu bitten, ihnen bei der Erforschung dieser neuen Welt zu helfen. Die Raumstation "Mathematik" hat diesen Hilferuf aufgefangen und macht sich auf den Weg zum Planten Kosminus, um die dortigen Bewohner bei ihrer Erkundung zu unterstützen. Eingebettet in diese Abenteuergeschichte muss der Spieler nun viele Aufgaben zum Aufbau von Zahlvorstellungen bis 100 und zu den vier Grundrechenarten, Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division lösen. Auf einer Landkarte sind die verschieden Städte von Kosminus abgebildet. Jede Stadt beschäftigt sich mit einem anderen Bereich der Mathematik. Ingesamt gilt es 10 verschiedene Bereiche auf Kosminus zu ergründen: Zuordnen und Sortieren, Merkmale erkennen und zuordnen, Anzahl der Elemente vergleichen, Zahlen kennen lernen, das Zehnersystem, größer / kleiner / gleich, Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division. Die einzelnen Aufgaben werden von einem Kosminu ausführlich und kindgerecht erklärt und kommentiert. Zusätzlich begleitet Robo, der Roboter, den Spieler durch das Spiel und hilft, wenn er gefragt ist. Neben den mathematischen Aufgaben gilt es Gegenstände für das Raumfahrtmuseum in unbewohnten Gegenden von Kosminus zu sammeln wie einen Windmesser, ein Vergrößerungsglas, eine Solarbatterie und weitere technische Dinge aus der Welt der Wissenschaft. Hat man diese Gegenstände gefunden, erhält man zusätzliche Informationen zu ihnen.
Raumstation Mathematik begleitet Kinder bereits vom Vorschulalter bis ins 2. Schuljahr. Dadurch lassen sich eine Fülle unterschiedliche Aufgabentypen, angefangen von pränumerischen Vorstellungen bis hin zur Division, lösen. Die Aufgaben bauen aufeinander auf und werden so nach und nach schwieriger. Ein Bordcomputer gibt Auskunft darüber, welche Aufgaben bereits erfolgreich gelöst wurden. Eltern oder auch Lehrer sollten darauf achten, dass eine bestimmte Reihenfolge eingehalten wird, um die Kinder nicht zu überfordern, denn von Anfang an können alle Aufgabenformen abgerufen werden. Die Aufgaben sind abwechslungsreich und variieren. So wird das Lernen mit der Lernsoftware nicht langweilig. Durch das breite Spektrum an Aufgaben, dass einen großen Grundbereich der Mathematik abdeckt, ist es jedoch gerade für Vorschulkinder nicht immer ganz einfach. Da müssen z.B. Gegenstände mit der Maus einkreist werden, dass feinmotorische Fähigkeiten voraussetzt, die in diesem Alter u.U. noch nicht entsprechend entwickelt sind. Darüber hinaus sind die Erklärungen zu den technischen Gegenständen für Kinder in diesem Alter noch zu schwierig, wohingegen Schüler der 2. Klasse damit keine Probleme haben dürften. Diese wären jedoch bei der Bearbeitung des pränumerischen Teils deutlich überfordert. Da stellt sich nun die Frage, ob es sinnvoll ist mit einem Spiel so einen großen Bereich der Mathematik abzudecken.
Fazit: Trotz allem kann dies eine Lernsoftware sein, die das Kind bei der Entwicklung von Zahlvorstellungen und Rechenoperationen mit Unterstützung von Erwachsenen begleiten kann. Die Software wurde im Jahr 1999 auf der Bologna Children`s Book Fair mit dem Bologna New Media Prize 1999 für die beste Kindersoftware ausgezeichnet. Dies ist sicherlich auf die gelungene Bildgestaltung und Präsentation eingebunden in eine Weltraumgeschichte zurückzuführen, die für Kinder interessant ist. Außerdem bauen die Aufgaben sinnvoll aufeinander auf und können bei Einhaltung einer vernünftigen Reihenfolge das Lernen sinnvoll unterstützen. Insgesamt eine Lernsoftware, die insbesondere zur Differenzierung im Unterricht eingesetzt werden kann.


Preis: 20,- EUR
Hardware: PC
Systemvor. Windows: Windows 95,98, IBM kompatibler PC mind. 486 -100 MHz, 16 MB RAM, Grafikkarte mit 256 Farben, 4-fach CD-ROM, 16-bit Soundkarte, Maus
Rezension von: Stefan Juretzki

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