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Montag, 06.09.2010

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Lern- & Brettspiele

Mit  Lern- und Brettspiele können Lerninhalte vermittelt oder Pausen genutzt werden.

 

Tikal
Tikal ist der Name einer alten Maya- Stätte und Titel des Spiel des Jahres 1999. Zwei bis vier Spieler schlüpfen in die Rolle von Expeditionsleiter, die sich inmitten eines der südamerikanischen Urwälder befinden und dort Tempel entdecken, freilegen und wertvolle Schätze heben müssen. Gestartet wird die Expedition im Basiskamp. Neben dem Basiskamp besteht das Spielfeld (der Urwald) am Anfang des Spieles nur aus einem Vulkan und zwei Tempeln. Der Rest des Urwaldes wird im Spielverlauf noch erkundet. Jeder Spieler hat im Basiscamp 19 Expeditionsteilnehmer und zwei Zelte. Der Spielzug besteht aus zwei Teilen: es wird eine Geländetafel aufgedeckt und auf dem schön gestaltetem Spielbrett platziert. Auf jeder Geländetafel sind eine oder mehrere kleine Steinplatten abgebildet.  Diese Steinplatten symbolisieren die Wege bzw. Verbindungen zwischen den einzelnen Geländetafel. Im zweiten Schritt führt der Spieler sogenannte Aktionen aus. Es stehen sieben verschiedene Aktionen zur Auswahl, die unterschiedlich viele Aktionspunkte verbrauchen. Der Spieler kann beispielsweise eine eigene Figur aus seinem Vorrat ins Basiscamp (1 Aktionspunkt) stellen oder einen Schatz heben (3 Aktionspunkt) oder aber neue Camps errichten, Tempel schützen, Tempelebenen freilegen, d.h. den Wert des Tempels erhöhen oder Schätze mit anderen Mitspielern tauschen. Das Bewegen der Spielfigur über das Spielbrett bzw. durch den Urwald kostet natürlich ebenfalls Aktionspunkte. Das Überqueren jeder Steinplatte kostet einen Aktionspunkt. Hier liegt der Spielspaß von Tikal: durch die Knappheit der Aktionspunkte und die Vielzahl der Zugmöglichkeiten will es genau überlegt sein, welche Aktion man durchführt und wo man die Geländetafel platziert. Den anderen Expeditionsteilnehmern soll der Weg durch den Urwald natürlich möglichst "teuer" gemacht werden, während man selber wertvolle Schätze hebt oder sich die Mehrheit auf Tempelfeldern sichert. Wird ein Vulkan als Geländekarte aufgedeckt, so wird eine Wertungsrunde eingeleitet. Der Spieler, der den Vulkan aufgedeckt hat, kann seine 10 Aktionspunkte noch ausspielen und wertet danach seinen Spielstand. Bei der Wertung werden die Werte der Tempel vom Spieler besetzen Tempel gezählt. Danach führen die anderen Spieler jeweils ihre Aktionspunkte aus und werten ihren eigenen Spielstand. Gewonnen hat der Leiter der Expedition, der nachdem der ganze Urwald erkundet ist, also alle Geländetafeln aufgedeckt sind, die meisten Punkte bzw. die meisten Schätze gehoben hat.
Fazit: Tikal ist in allen Belangen ein gelungenes Spiel. Angefangen beim schönen Design des Spielmaterials mit Spielfiguren aus Holz bis hin zu der Spielidee, die den Glücksfaktor fast gänzlich ausschaltet und Strategien und Querdenkern viel Spielraum lässt. Die Auszeichnung "Spiel des Jahres 1999" und 1. Platz "Deutscher Spielepreis 1999" sind zu Recht an das Spiel aus dem Hause Ravensburger gegangen.
Stefan Juretzki
 
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Produktinfos
Tikal

VK-Preis

ca. 50,- DM

Hersteller

Ravensburger

Bezugsquelle

im Fachhandel

Spielart

Taktikspiel

Alter

ab 10 Jahren

Spieldauer

ca. 90 min.

Anz. Spieler

2 - 4


federmappe.de-Bewertung
Ausgezeichnet

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